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Freitag, 5. Mai 2006
Vorausschauender Kapitalismus, flexibel und Arsch offen
wednesday, 20:21h
Ich habe von einem Versandhaus einen Brief erhalten, in dem steht folgendes: "Sehr geehrte Frau Wednesday, in diesen Tagen hören wir ständig Meldungen über Arbeitsplatz-Abbau, Werksschließungen und weiter steigende Arbeitslosigkeit. Das kann heutzutage fast jeden treffen, meist völlig unverschuldet und überraschend. Die Sicherheit des Arbeitsplatzes steht leider bei vielen Familien in der Sorgenliste ganz weit oben. Arbeitsplatzverlust oder plötzliche Arbeitsunfähigkeit durch eine Krankheit, das bringt viele Menschen aus dem Gleichgewicht - emotional und finanziell. Denn schnell können empfindliche Löcher in der Haushaltskasse entstehen. (...)"
Und letzteres macht dem Einzelhandel große Sorgen. Fürwahr eine gelungene Ansprache! Meine Verlorenheit in der Warenförmigkeit, mein Familiensinn, meine Unschuld sogar wird angesprochen, und ich bin gerührt, sehr gerührt, diese Firma will mir nämlich helfen, mit einer "Basisversorgung" im Falle, Zitat: "unverschuldeter Arbeitslosigkeit und Arbeitsunfähigkeit." Also eine Versicherung, supergünstig. Aber ich verzichte trotz der überwältigenden Fürsorge auf den wohlüberlegten"Einkommens-Schutzbrief". ... comment |
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