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Dienstag, 8. Februar 2005
demon driver, 21:52h
![]() ... link (0 comments) ... comment Montag, 7. Februar 2005
Stoiber und die NPD
demon driver, 19:40h
"Das ökonomische Versagen der Regierung Schröder, dieses Ausmaß an Arbeitslosigkeit, bildet den Nährboden für Extremisten, die letztlich die Perspektivlosigkeit der Menschen ausnutzen und damit die Demokratie in unserem Land gefährden", sagte Stoiber der "Welt am Sonntag" - und beschwor Widerspruchsreaktionen aus der gesamten parlamentarischen Demokratie herauf, die bereits von sich bedeckt haltendem, murmelndem Ausbleiben von Zustimmung seitens der CDU über pfarrerndes Gefasel von "Schuld auf sich laden" bei der SPD (Müntefering) bis hin zur väterlichen Schelte "dumm und unanständig" von Seiten der Grünen (Beck) reichen. Und die bürgerlichen Medien stimmen ein und alle sind sich einig, dass Stoiber einen gravierenden Fehler begangen hat - allein die Begründungen will niemand so richtig liefern.
Die Zeit versucht es und scheitert katastrophal bereits auf der Ebene simpler sprachlicher Logik. Da wird ins Feld geführt, dass es die Neonazis schon vor Schröder gab - wie könnte das die Schrödersche "Unschuld" für die aktuelle Popularität der NPD implizieren? Dann heißt es, dass sich NPD und Reps am längsten in Baden-Württemberg im Landtag hielten, während dort die Arbeitslosigkeit besonders niedrig war - aber nähme man die Arbeitslosigkeit als Ursache an, hieße das denn, dass es nicht noch andere, in anderen Situationen ausschlaggebende Gründe für Nazis in Parlamenten geben könne? Und wenn der Zeit-Kommentator dann zu erklären versucht, dass ja Schröder in Wahrheit auch gar nicht schuld an der Arbeitslosigkeit sein könne, weil er ja schließlich im Gegensatz zu all den anderen mit Agenda 2010 und Hartz IV etwas dagegen getan habe, spätestens dann erübrigt sich eigentlich das Weiterlesen, denn für solche Weisheiten kann man auch gleich den Pressesprecher des Kanzleramts bemühen. Den eigentlichen Grund, aus dem Stoibers Ausfall tatsächlich eine indiskutable Instrumentalisierung der Gefahren des Rechtsextremismus für parteitaktische Zwecke darstellt, benennt niemand - dass er damit nämlich ein geschichtsignorantes, gefährliches Spiel mit der Ambivalenz von Schuld und Ursache spielt, das selbst durchaus neonazikompatible Züge trägt, indem nahegelegt wird, dass eben nicht der Rechtsextremist und nur der Rechtsextremist selbst am Rechtsextremismus schuld sein müsse, sondern dass er als Opfer der Verhältnisse enstehen könne. Und impliziert, dass sechs Millionen Juden letztlich nicht Opfer der Nazis, sondern der Verhältnisse waren, die die Nazis haben erstarken lassen. Es gibt keine Verhältnisse, die Rechtsextremismus rechtfertigen, und eines der großen Probleme der parlamentarischen Realität liegt darin, dass das Wissen darum allen Beteiligten irgendwie verloren gegangen zu sein scheint. ... link (6 comments) ... comment Sonntag, 6. Februar 2005
Warum...
demon driver, 23:34h
![]() ...zieht die Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus eigentlich immer wieder die Nazis an wie die Scheiße die Fliegen? ... link (3 comments) ... comment demon driver, 13:02h
![]() ... link (3 comments) ... comment Freitag, 4. Februar 2005
Deutsche Steuergesetzgebung
demon driver, 12:03h
![]() Das ist ein "Oxi-Kat". 1997 vom Vorbesitzer durchaus auch aus Umweltbewusstsein in den für damalige Verhältnisse recht sparsamen Diesel eingebaut. Stand 1. 1. 2005: der alte Oxi-Kat ist nur für Abgasnorm "Euro-1" zertifiziert, die Kfz-Steuer beträgt jetzt 435 €. Um auf "Euro-2" zu kommen und damit 256 € Steuer, muss der Oxi-Kat gegen ein neueres Modell ausgetauscht werden. Kosten: gut 400 €. Der Witz: der neue ist mit dem alten zu 100% baugleich, weil schon der alte die Norm erfüllt hätte; weil es die Norm damals noch nicht gab, konnte er jedoch nicht zertifiziert werden. Der neue hat eine neue ABE-Nummer, und nur mit dieser gilt die günstigere Einstufung. Mich würde mal die Umweltbilanz für diese Aktion interessieren... ... link (0 comments) ... comment Dienstag, 1. Februar 2005
Push Light
demon driver, 18:57h
![]() ... link (0 comments) ... comment Montag, 31. Januar 2005
Push Test
demon driver, 23:01h
![]() ... link (0 comments) ... comment Sonntag, 30. Januar 2005
demon driver, 18:32h
The other side of the Kurstadt:
![]() ![]() ![]() Die Fertigstellung der Großbaustelle, in die diese Straße mündet, rückt wegen der Zahlungsschwierigkeiten der Baufirma gerade in noch weitere Ferne. ![]() ![]() ![]() Sozialer Wohnungsbau für Hartz V? ... link (3 comments) ... comment demon driver, 17:45h
![]() ... link (3 comments) ... comment Samstag, 29. Januar 2005
Natur...
demon driver, 22:13h
![]() ... im Zeitalter des Aufmerksamkeitsdefizitsyndroms. ... link (0 comments) ... comment Donnerstag, 27. Januar 2005
Netzabhängigkeit, Optimismus, Rote Armee
demon driver, 17:27h
Netzabhängigkeit - darin stecken wohl irgendwie beide Bedeutungsvarianten der Abhängigkeit, die schlichte, logische, physische Voraussetzung des einen für das andere ebenso wie die Sucht. Der suchtbezogene Abhängigkeitsbegriff übrigens, obwohl von der WHO erst als Standardbegriff für das Phänomen eingeführt, hat dabei im Grunde genommen etwas leicht Euphemistisches; er rationalisiert die Krankheit, die so eine ausgewachsene Sucht verkörpert, zu einem simplen Kausalitätszusammenhang. Die Tätigkeit an einem internetbezogenen Büroarbeitsplatz hingegen tendiert dazu, tatsächlich von einem simplen Kausalzusammenhang mit dem Funktionieren der Internetanbindung geprägt zu sein.
Was macht man, wenn morgens um acht im Büro der Netzzugang ausfällt? Die Fehlermeldungen deuten auf einen DNS-Server hin, der sich seiner Aufgabe, der Namensauflösung (wobei es sich, für die Nichttechniker unter den Lesern, übrigens nicht sozusagen um die Entmaterialisierung des Namens handelt, sondern um dessen Übersetzung in eine ihm zugeordnete, von den Netzwerkkomponenten benötigte Zahlenfolge, die IP-Adresse), nicht mehr gewachsen sieht, und einen Web-Proxy-Server, der, scheinbar in einer Regung von Selbstschutz, erst einmal dem Netzbenutzer befiehlt, er solle gefälligst »überprüfen«, »ob die Adresse korrekt ist«, von der er da etwas angefordert hat; dabei hatte er eine Zeile zuvor den Hilferuf des DNS-Servers wörtlich zitiert, aus dem er doch hätte entnehmen können, dass nicht der Benutzer, sondern der DNS-Server ein Problem hat. Sie sind alle so schrecklich dumm hier, die Netzwerkkomponenten; so viel dümmer noch als ihre Benutzer und Administratoren. Letztere hatten immerhin schon frühzeitig eine - wenn auch leicht euphemistische - Meldung verschickt, dass der Zugang gerade etwas »schleppend« sei, und man sich darum kümmere. Was ein Glück bei all dem, wenn die Tätigkeit immer noch genug Aufgaben umfasst, für die der Internetanschluss des Hausnetzes gar nicht von primärer Bedeutung ist, nicht wahr? Es fehlte einem dann ja im Grunde genommen nur die Verbindung zur Außenwelt, als hätte man den Briefkasten vernagelt, das Radio, das Fernseh weggenommen und die Fenster verrammelt bekommen. Nur wozu aufregen, wenn die Privatnutzung des Internet im Büro ohnehin »verboten« ist? Spaß bei der Arbeit? Wo kämen wir denn da hin? Aber man hat ja noch Radio, Kaffeemaschine, Fenster. Was gibt es sonst neues? Der »Marktforscher GfK« sagt eine »Konsum-Trendwende« voraus und behauptet allen Ernstes, »die Verbraucher sehen mit überraschend großem wirtschaftlichen Optimismus in die Zukunft«, während eine weitere Meldung lautet, »Adidas erzielt Rekordgewinn«; »Karmann« dagegen »will angeblich 600 Stellen streichen«, und die »Siemens-Handysparte« macht »mit Absatzeinbruch und hohen Verlusten« von sich reden. Und in den Hörfunknachrichten des SWR2 heißt es im Zusammenhang mit dem heutigen Tage tatsächlich explizit, das Vernichtungslager Auschwitz sei vor 60 Jahren »von der Roten Armee« befreit worden. Es bleibt die Frage, wie groß der Anteil der deutschen Bevölkerung sein mag, der nicht nur a) weiß, was die »Rote Armee« war, sondern auch b), was die »Rote Armee Fraktion« war und was c) beide voneinander unterscheidet, beziehungsweise ob der zuständige RAF-, pardon, SWR-Redakteur angesichts dieser ja wohl vollkommen unnötigen und kommunismusverharmlosenden Nennung nicht noch von irgendwelchen aufrechten Deutschen ins Verhör genommen wird... ... link (5 comments) ... comment Montag, 24. Januar 2005
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demon driver, 17:35h
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