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Sonntag, 22. Mai 2005
Verlust des Mitgefühls
wednesday, 13:54h
Wenn das eigene Leiden völlig aus dem Leben eines Menschen verschwinden muß, weil es unmöglich war, damit fertigzuwerden, dann wird das Gefühl, das Leben anderer in Händen zu halten, zum Ersatz für die innere Leere. So wird Gewalttätigkeit zum Zweck des Lebens, wird zu etwas, das ein Gefühl des Lebendigseins erzeugt. Menschen, die jegliches Gefühl für sich selbst verloren haben, spüren sich nur, wenn sie etwas Lebendiges packen und zerschmettern können. Sie glauben, dem Leben Herr zu werden, indem sie anderes Leben in die Knie zwingen und auslöschen.
Arno Gruen, Der Verlust des Mitgefühls, 1999, S. 71 ... link (9 comments) ... comment Samstag, 21. Mai 2005
Umfrage Textausschnitte
wednesday, 19:11h
Betreff die Textausschnitte. Macht dich ein Ausschnitt neugierig auf das Buch, aus dem derText stammt?
... link (0 comments) ... comment Umfrage Textausschnitte.
wednesday, 16:32h
[There is no Poll with the ID 4!]
... link (10 comments) ... comment Freitag, 20. Mai 2005
Autonomie
wednesday, 21:00h
Aber ein nicht auf Autonomie gegründetes Selbst revoltiert nicht, weil sich seine Natur grundlegend gewandelt hat. Es ändert nur die Richtung seiner Gewalttätigkeit. Revolutionen mögen an den Formen der Knechtschaft etwas ändern oder nicht - an der Knechtschaft selbst ändern sie nichts, solange die Autoritätshörigkeit nicht überwunden wird. Dann wird weiterhin das Böse als das Gute verteidigt, und es findet keine wirkliche Befreiung des Selbst statt. Erst sie würde zurückführen zu den wahren Bedürfnissen nach Liebe und aus dem Teufelskreis des Zerstörung hinausführen.
Arno Gruen, Der Wahnsinn der Normalität, dtv 1989, S. 115 ... link (0 comments) ... comment Die Politiken der Flexibilisierung
wednesday, 11:23h
Die Politiken der Flexibilisierung (wenn sie privilegierte Gruppen aussparen und wenn sie nicht sozial flankiert sind) haben bei allen Arbeitnehmergruppen, von den Ingenieuren über die Humandienstleistungen bis zur Supermarktkasse, Belastungen geschaffen, die nicht nur physische Grenzen überstrapazieren, sondern auch als persönlich entwürdigend erfahren werden.
... link (0 comments) ... comment Donnerstag, 19. Mai 2005
Heimatnahe Arbeit.
wednesday, 11:35h
... link (0 comments) ... comment Sonntag, 15. Mai 2005
"Untreue oder Betrug"
wednesday, 10:17h
Das wird erleichtert durch die Tatsache, dass inzwischen keiner mehr so genau weiß, was Recht und Gesetz ist.
... link (0 comments) ... comment Mittwoch, 11. Mai 2005
Verrat am Selbst
wednesday, 15:17h
"Die Krankheit, von der ich hier spreche, ist die große Suche nach Liebe, wo nichts zu bekommen ist. Diejenige, die nichts zu geben, zu schenken hat, wird zum Objekt unseres äussersten Verlangens: Die, die keine Liebe zeigen, müssen sie ja irgendwo verstecken, sie vorenthalten. Dagegen die, die Liebe geben wollen, können ja nichts wert sein - sonst würden sie sie doch als wertvollen Besitz verstecken!"
Arno Gruen, "Der Verrat am Selbst. Die Angst vor Autonomie bei Mann und Frau" ... link (2 comments) ... comment Dienstag, 3. Mai 2005
Eskalationsverdacht
wednesday, 18:00h
Kapitalismus-Debatte eskaliert!
Ruft die SPD-Linke zur Revolution auf? Quatsch, da sind die Gewerkschaften sicher dagegen. Revolutionen vernichten schließlich Arbeitsplätze. ... link (0 comments) ... comment wednesday, 15:52h
Ihre völlige Ahnungslosigkeit in dem Fach, das Sie zu lehren vorgeben, kann nur mit dem Tod gesühnt werden.
Wahrscheinlich haben Sie noch nie davon gehört, daß der heilige Cassian von Imola von seinen Studenten mit deren Schreibgriffeln erstochen wurde. Der ehrenhafte Tod eines Märtyrers, den er so erlitt, machte ihn zum Schutzpatron der Lehrer. Bete zu ihm, Du eitler Narr, Du Pseudopedant mit Deinen Tennis- und Golfallüren und Deinen Cocktailwitzchen, denn Du bedarfst fürwahr eines himmlischen Fürsprechs! Obgleich Deine Tage gezählt sind, wirst Du nicht als Märtyrer sterben - Du vertrittst keine heilige Sache -, sondern wie das Rindvieh, das Du in Wahrheit bist! - - - Zorro J.K.Toole - Ignaz oder Die Verschwörung der Idioten. ... link (3 comments) ... comment Montag, 2. Mai 2005
wednesday, 16:11h
Interessen (materielle und ideelle), nicht: Ideen, beherrschen unmittelbar das Handeln der Menschen. Aber: die 'Weltbilder', welche durch 'Ideen' geschaffen wurden, haben sehr oft als Weichensteller die Bahnen bestimmt, in denen die Dynamik der Interessen das Handeln fortbewegte.
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