Montag, 22. August 2005
FTA
Der CCA hat, sobald er seine Arbeit beginnt, seine wahre Identität ausgeblendet. Er wird jetzt zur Projektionsfläche mit nur einem Ziel: einen Vertragsabschluss zu bewirken, einen "take zu machen", wie es in der Fachsprache heißt.

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Sonntag, 21. August 2005
Sei froh, daß!
Da draußen stehen Tausende auf der Straße, die würden deinen Job für die Hälfte machen.

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Samstag, 20. August 2005
exposure


Endlich fertig. Demnächst in der Galerie. Das Nächste, bitte!

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Freitag, 19. August 2005
Eine Frau, eine Wohnung, ein Roman.
Eine halbe Minute später war ich in meinem Zimmer und sah, daß der Mann mit Bart und Aktentasche auf mich wartete. Er war genauso bleich und wächsern wie vorige Woche. Augenblicksweise ging mir auf, warum mir die Nachkriegszeit damals gefiel: Die Gesichter der Menschen waren voller eingestandenem Entsetzen. Es gab weit und breit niemanden, der von ihnen verlangte, daß sie frohlich, erfolgreich, lustig, optimistisch oder sonstwie sein sollten. Aus seiner linken Anzugtasche schaute ein Löffel heraus. Vermutlich ernährte sich der Mann in öffentlichen Armenküchen, wollte aber auf seinen eigenen Löffel nicht verzichten. Er beklagte sich, das seine Eingabe noch nicht erschienen war. Weil ich keine bessere Idee hatte, redete ich von unvorhersehbaren Verhinderungen, woraufhin der Mann in gute Laune verfiel.

W. Genazino, Eine Frau, eine Wohnung, ein Roman. dtv. S. 88

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Donnerstag, 18. August 2005
Druckmittel
Wer sich nicht fügt, gerät leicht in einen Teufelskreis.

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Dienstag, 16. August 2005
Kurzzeitige Erblindung
"Je näher das Bild mit dem emotional negativen Inhalt dem Bild war, das die Versuchspersonen herauspicken sollten, desto häufiger übersahen sie es, weil sie offenbar noch mit der Verarbeitung des Gesehenen beschäftigt waren."

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Sonntag, 14. August 2005
Dirty
Die Geburt des Bösen aus der Hybris eines negativen Idealismus, einer Selbstvergottung und Fremdverdammung, die das andere nur als Dressur des eigenen rigiden Ideals zulässt, die die Materie, den Körper und die Menge im entblößten und entfesselten Zustand nur als pure Bedrohung ansieht. Die Selbsterfahrung der eigenen Unzulänglichkeit, Fragilität und Begierde wird in die Identifikation mit dem organlosen Körper überführt: die metallische Todesmaschine, der Revolver, enthält den gesamten Prozess der Metaphernbildung und metonymischen Bedeutungsverschiebung: Identität, Austauschbarkeit, Masse, Organlosigkeit, die fetischistische Wiedergewinnung von Potenz, Macht und Erektion und die orgiastische Liquidation.

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Tor.
OF

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Samstag, 13. August 2005
Ausleuchtungen
Cover your eyes, Nancy!

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